Neue Forschungsergebnisse weisen auf das Potenzial mentaler Prozesse für körperliche Veränderungen hin

Veröffentlicht am 06. November 2025

In Zusammenarbeit mit Forschenden der University of California, San Diego wurden kürzlich neue Ergebnisse veröffentlicht, die bestehende Vorstellungen über die Wechselwirkung zwischen Geist und Körper erweitern.

Die Studie mit dem Titel
„Neural and Molecular Changes During a Mind-Body Reconceptualization, Meditation, and Open Label Placebo Healing Intervention“,
erschien in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Communications Biology.

Untersucht wurde, inwieweit intensive Meditationspraxis mit messbaren Veränderungen im Gehirn und im Körper einhergehen kann.

Zentrale Erkenntnisse der Studie

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass intensive Meditation innerhalb eines kurzen Zeitraums mit Veränderungen auf mehreren Ebenen verbunden sein kann:

  • Veränderte Gehirnaktivität
    Während der Meditation wurden neuronale Muster beobachtet, die in früheren Studien auch in veränderten Bewusstseinszuständen beschrieben wurden. Gleichzeitig zeigte sich eine reduzierte Aktivität des sogenannten Default Mode Networks, das mit selbstbezogenem Denken in Verbindung steht.
  • Hinweise auf gesteigerte Neuroplastizität
    Blutproben aus dem Untersuchungszeitraum zeigten in Laboranalysen eine erhöhte Aktivität von Faktoren wie BDNF, einem Protein, das mit neuronaler Anpassungsfähigkeit in Verbindung gebracht wird.
  • Aktivierung körpereigener Regulationsmechanismen
    Es wurden erhöhte Werte körpereigener schmerzlindernder Substanzen (endogene Opioide) gemessen, was auf eine mögliche Aktivierung interner Regulationsprozesse hinweist.
  • Veränderungen auf molekularer Ebene
    Analysen zeigten Anpassungen in der Genexpression sowie in epigenetischen Markern, die mit Stressverarbeitung und langfristiger Anpassungsfähigkeit in Zusammenhang stehen könnten.
  • Einfluss auf das Immunsystem
    Veränderungen in immunologischen Signalprozessen deuten auf komplexe Regulationsmechanismen hin, die mit Heilungs- und Anpassungsprozessen verbunden sein könnten.

Einordnung

Die Ergebnisse legen nahe, dass mentale Zustände und gezielte Bewusstseinspraktiken mit messbaren biologischen Prozessen verbunden sein können.

Die Studie versteht sich dabei als Beitrag zu einem wachsenden Forschungsfeld, das die Wechselwirkungen zwischen Geist, Gehirn und Körper zunehmend differenzierter untersucht.

„Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“
– Albert Einstein

Verwandte Beiträge

Weitere Impulse von Sandra

Impulse Frühling: Jenseits der Kulisse

Die alten Mysterien: Reloaded

Blick auf 2026